das Pippi-Langstrumpf-Prinzip
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falsche Eile

Morgen habe ich keine Uni, ich verspreche, dass da wieder ein längerer Eintrag kommt. Heute möchte ich nur kurz darüber sprechen, was ich unter falscher Eile verstehe. Dazu ein Beispiel: direkt vor unserer Haustür sitzt jeden Tag ein Bettler mit seinem kleinen Hund. Viele Passanten laufen an ihm vorbei und von einigen bekommt er Hundefutter zugesteckt. Einiges davon ist nicht für seinen kleinen Hund gedacht und das schenkt er mir und meinem Freund für unsere Hunde - er hat einfach eines Tage geklingelt und uns einen riesen Beutel mit Futter in die Hand gedrückt.Jedes Geld, das wir ihm dafür geben wollten, lehnt er ab. Darauf hin hat sich bei uns ein kleines Ritual eingebürgert: Jeden Morgen kochen wir eine dritte Tasse Tee, nehmen diese mit vor die Tür, setzen uns zu dem Bettler und hören ihm zu.... Und man merkt, wie sehr diesem Menschen soziale Kontakte fehlen. Er redet viel von seiner toten Frau, seinem Hund und seiner Heimat, Griechenland. Wenn wir uns verabschieden lächelt er und umarmt uns und jedes Mal, wenn wir an ihm vorbei laufen grüßt er. Was ich damit sagen möchte: Es gibt viele Menschen, denen kann man nicht nur mit Materiellem helfen, sondern mit ein paar Minuten seiner Zeit. Sei es die eigene Oma, die man schon so lange nicht mehr angerufen hat, der Rentner von gegenüber, der sich gerne mal über seinen Kater Felix unterhalten würde, oder eben ein Obdachloser in der Fußgängerzone. In unserem hektischen Alltag übersehen wir leider viel zu viel - viel zu viele Tiere, viel zu viele Menschen! Ich verspreche euch, wenn ihr nur ein paar Minuten am Tag verschenkt, wird das Lächeln des Beschenkten euch den restlichen Tag erfüllen. Spar die Zeit einfach vorm TV oder beim Nägellackieren etc. ein, falls ihr sie wirklich braucht. Happy Halloween, die Einhornratte
31.10.13 08:54
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


†Prinz† (31.10.13 12:40)
Kann ich nur zustimmen. Hatte mal einen Obdachlosen interviewt und seine Geschichte in ner Zeitung gebracht. Er hieß Gerhard und war auf der Straße, weil ihm seine Frau die Koffer vor die Tür gestellt hatte. Ein super Typ. Hab ihm bisschen Geld zugesteckt und ihn dann später im Wald in einer Grillhütte wieder getroffen. Er wollte nicht bei mir duschen. Er wollte unabhängig bleiben. Ich gab ihm meine Rufnummer. Irgendwann bekam ich einen Anruf, dass er gestorben war. Man fand meine Rufnummer. Ich hab geheult wie ein Schlosshund ..


†Prinz† (31.10.13 21:12)
Bin übrigens auch bei Facebook:

http://facebook.com/prinzprospero

LG †Prinz†


(1.11.13 13:59)
spricht mich sehr an - dein blogeintrag. ja, wenn du einmal in wien bist, kommst du einfach vorbey. wär leiwand.

schönen feiertag wünscht
†ΞĻ ζФmmαηδαητe†

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